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22.03.2019

Wassermanagement in der Bodenbearbeitung


Am 22. März ist Weltwassertag

Wasser, ist einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Produktionsfaktor in der Landwirtschaft. Wasser bedeutet Leben und ist maßgeblich für die Fruchtbarkeit von Böden. Ohne Wasser ist kein Wachstum möglich. Ziel des internationalen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Durch klimatische Veränderungen werden lange Trockenperioden häufiger. Die Witterung und das Klima sind nicht beeinflussbar. Durch Faktoren wie z.B. Bodenbearbeitung und Fruchtfolgen kann die Landwirtschaft jedoch Einfluss auf den Wasserhaushalt des Bodens nehmen. Im Folgenden sind Tipps aufgeführt, die zeigen, wie der Wassergehalt im Boden beeinflusst werden kann und welche Faktoren beim Wassermanagement eine Rolle spielen. PÖTTINGER Maschinen unterstützen Sie bei den unterschiedlichen Maßnahmen in der Bodenbearbeitung und Aussaat.

Tipps für die Bodenbearbeitung

1. Konventionelle oder konservierende Bodenbearbeitung.
Beim Einsatz des Pfluges kann eine teilweise stark verdichtete Pflugsohle entstehen, die dazu führt, dass die Wasserinfiltration beeinträchtigt wird. Bei der konservierenden Bodenbearbeitung werden nicht-wendende Geräte eingesetzt, wodurch die Bodenstruktur, die Tragfähigkeit und auch die Wasserinfiltration verbessert wird. (SYNKRO Grubber, TERRADISC Scheibenegge)

2. Eine Bodenbearbeitung auf wassergesättigten Standorten ist zu vermeiden.
Ist ein Boden wassergesättigt, so nimmt die Stabilität des Bodens ab, wodurch die Tragfähigkeit negativ beeinflusst wird. Wird eine Bewirtschaftung dennoch durchgeführt, so entstehen Bodenschadverdichtungen, die weitreichende Folgen auf die Bodenstruktur, den Wasserhaushalt und auch auf das Bodenleben haben können.

3. Eine tiefe Bodenbearbeitung sollte mit einer mischenden Oberbodenbearbeitung und einer Rückverfestigung kombiniert werden.
Dabei sollte mit schmalen Werkzeugen gearbeitet werden, da ein grobscholliger Aufbruch einen schlechteren Bodenschluss verursacht. (SYNKRO Grubber, Arbeitstiefe 15-30 cm)

4. Schwarzbrachen sollten vermieden werden.
Auf unbedeckten Ackerflächen ist keine Grünmasse vorhanden, wodurch den Bodenlebewesen Nahrung entzogen wird. Eine Schwarzbrache reduziert den Humusanteil im Boden. Auf Flächen ohne Bewuchs steigt die Erosionsgefahr. Nach der Ernte sollte daher unverzüglich eine Zwischenfrucht mit möglichst vielen Gemengepartnern gesät werden. PÖTTINGER bietet mit dem TEGOSEM Zwischenfruchtsäaggregat die Möglichkeit, die Anzahl der Bearbeitungsgänge zu reduzieren.

5. Luftdruck absenken, Reifendruckregelanlage verwenden.
Durch eine Absenkung des Reifeninnendrucks wird die Kontaktfläche der Reifen vergrößert, wodurch sich das Gewicht der Maschine auf eine größere Fläche verteilt. Die Gefahr von Bodenschadverdichtungen wird verringert und der Wasser- und Lufttransport wird nicht beeinträchtigt.

6. Bei trockenen Bedingungen auf eine sofortige Bewirtschaftung verzichten.
Die Feuchtigkeit soll im Boden verbleiben. Eine Bodenbearbeitung bei zu trockenen Bedingungen bewirkt, dass Bodenbestandteile wie Ton aufgewirbelt werden, wodurch ein Teil der Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität verloren geht.

7. Der erste Stoppelsturz sollte direkt nach der Ernte erfolgen.
Durch die Kapillarwirkung geht sehr viel Wasser unnötig durch die Stoppel verloren. Die Bearbeitungstiefe sollte mit 5-7cm gering gewählt werden, denn je tiefer gearbeitet wird, desto mehr Bodenfeuchtigkeit geht verloren. (TERRADISC Scheibenegge)

8. Fruchtfolge einhalten.
Blattfrüchte und Halmfrüchte sollten sich abwechseln. Monokulturen sollten vermieden werden. Eine weite Fruchtfolge wirkt sich positiv auf den Boden aus, das Bodenleben und auch die Bodenstruktur werden dadurch gefördert und auch die Wasserspeicherkapazität wird erhöht.

9. Untersaaten wirken durch eine lückenlose Bodenbedeckung gegen Bodenerosion und gegen Verdunstung.
Mit der pneumatischen Sämaschine AEROSEM PCS (Precision Combi Seed) kann zusätzlich zum Maiskorn eine Untersaat ausgesät werden.  Untersaaten bewirken eine Stickstoff- und Humusansammlung, die sich positiv auf die Folgefrucht auswirken kann. Weiters verbessern Untersaaten die Befahrbarkeit der Böden bei der Maisernte.

10. Pflanzenbauliche Maßnahmen: Nur ein intakter Boden ist in der Lage Wasser zu speichern.
Diesbezüglich ist Kalk von großer Bedeutung. Kalk wirkt der Versauerung von Böden entgegen. Bodenorganismen meiden versauerte Böden, Nährstoffe sind daher schlechter verfügbar. Bodenorganismen sorgen für einen krümeligen und nährstoffreichen Boden, der in der Lage dazu ist, Wasser und Nährstoffe zu halten. 

11. Den Boden stabilisieren und aufnahmefähig machen.
Die Zufuhr organischer Substanz durch Wirtschaftsdünger, Kompost oder Ernterückstände im Zusammenhang mit einer reduzierten Bodenbearbeitung verbessern die Bodenstruktur. Dadurch entstehen stabile Bodenaggregate, die für ein erhöhtes Wasseraufnahmevermögen notwendig sind.

12. Verbesserung der Infiltration.
Eine reduzierte Bodenbearbeitung mit Mulchbedeckung an der Bodenoberfläche sorgt für eine deutlich bessere Infiltration im Vergleich zur konventionellen Bodenbearbeitung.

13. Pflanzenauswahl: Verschiedene Kulturen haben  unterschiedliche Transpirationseffizienzen.
Mais kann z.B. mit dem vorhandenen Wasser mehr Trockenmasse ausbilden, wodurch die Niederschlagsnutzungseffizienz erhöht ist.

Quelle: https://www.poettinger.at/de_de


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